Einmal Geschäftsführerin zu werden wäre schon toll

03.11.2020

 

Ein lachendes junges Mädchen vor einer Wand mit Marketing-Skizzen
Nach ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau möchte Nina ein duales Studium anschließen

Nina Niederwipper ist immer gut gelaunt, quirlig, und hat den Kopf voller Ideen. Seit August 2018 macht sie bei der Werner Turck in Halver eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Ihre Abschlussarbeit absolvierte die 21-Jährige beim EMS-Dienstleister Turck duotec und hatte dafür nicht nur eine ungewöhnliche, sondern sogar eine „lebensrettende“ Idee. Wir sprechen mit ihr über Wünsche, Motivation und Ziele für die Zukunft.

Drei Elefanten legen ihren Rüssel um eine junge Frau

Turck duotec: Nina, Du hast uns im Vorfeld des Interviews einige Bilder von Dir zukommen lassen. Darunter ist eins, auf dem Dich drei Elefanten regelrecht umarmen. Wo wurde das Bild aufgenommen?

Nina Niederwipper: Nach dem Abitur war ich 2018 für ein paar Wochen in Südafrika und habe dort in einer zoologischen Einrichtung gearbeitet. Ich liebe Tiere, und ich wollte etwas von der Welt sehen, daher fand ich die Kombination ganz interessant. Im Anschluss daran war ich noch eine Woche in Kapstadt und habe in der gesamten Zeit viele neue, interessante Menschen kennengelernt.

Zur Zeit machst Du beim Elektronikfertiger Werner Turck in Halver eine Ausbildung zur Industriekauffrau, Deine Abschlussarbeit hast Du aber beim EMS-Dienstleister Turck duotec absolviert. Wie kam es dazu?

Nina Niederwipper: Das Coole an meiner Ausbildung bei der Werner Turck ist, dass ich nicht nur ein Unternehmen, sondern gleich drei kennengelernt habe. Die Werner Turck GmbH & Co. KG, die Turck duotec GmbH und die TSL Escha GmbH gehören alle zur international tätigen Turck Gruppe. Um in den Marketingbereich hineinzuschnuppern, habe ich sowohl einige Zeit bei TSL Escha als auch bei Turck duotec verbracht, wo ich schließlich auch meine Fachaufgabe bearbeitet habe.

Eine junge Frau spielt mit einem Tiger aus Google AR 3D animals
In der Marketingabteilung der Turck duotec macht Nina Bekanntschaft mit Virtual Reality


Weshalb hast du das Marketing als Abteilung für Deine Facharbeit ausgewählt?

Nina Niederwipper: Während meiner Ausbildung habe ich alle Abteilungen des Unternehmens, z.B. Personal, Buchhaltung, Einkauf usw. durchlaufen. Ich war sogar für einige Wochen in der Elektronikfertigung und habe dort – wie alle Azubis der Werner Turck – aktiv mitgearbeitet. Der Funke ist aber beim Marketing übergesprungen. Dort ist man kreativ, was mir gefällt. Außerdem finde ich es gut, dass man sowohl für sich, als auch im Team arbeitet. Die Anforderungen sind sehr abwechslungsreich. Manchmal muss man sich auch in komplett neue Arbeitsgebiete oder Themen „reinfuchsen“ - das macht mir großen Spaß.

Erzähle uns ein bisschen zu Deiner Idee für Deine Abschlussarbeit. Wie kam es dazu und wie viel Zeit stand Dir dafür zur Verfügung?

Nina Niederwipper: Für die Abschlussprüfung zur/m Industriekauffrau/-mann muss der Azubi eine Fachaufgabe in dem jeweiligen Einsatzgebiet selbstständig durchführen. Da ich mich selbst bzw. meine Familie und mich bei der DKMS einige Zeit zuvor als Knochenmarkspender registriert hatte, kam mir die Idee einer Unternehmens-Registrierungsaktion für die Turck duotec. Wenn man Gutes tun kann, sollte man das auch tun. Warum also nicht meine Kollegen und Kolleginnen ebenfalls von einer „lebensrettenden“ Idee überzeugen? Alle 15 Minuten erhält in Deutschland nämlich ein Patient die Diagnose Blutkrebs. Es ist aber in vielen Fällen gar nicht so einfach, einen passenden Stammzellspender zu finden. Je mehr Menschen sich daher bei der DKMS registrieren, desto größer die Chance für jeden Erkrankten auf Heilung. Insgesamt hatte ich etwa sechs Wochen Zeit, um die Aktion zu planen, durchzuführen und anschließend nachzubereiten. Die Facharbeit fließt schließlich in meine Abschlussprüfung ein und wird dort von einem Fachgremium entsprechend benotet.

Es ist noch nicht so lange her, da hast Du am Anne-Frank-Gymnasium in Halver die Schulbank gedrückt. Zur Zeit machst Du innerhalb Deiner Ausbildung einen dreimonatigen Block mit Fachunterricht. Was gefällt Dir an der Schule und was gefällt Dir am praktischen Arbeiten?

Nina Niederwipper: Das praktische Tun ziehe ich persönlich dem theoretischen Unterricht vor. Im Hauptunterschied zur Schule kann man sich in der Ausbildung ganz auf das konzentrieren, was einem Spaß macht. Die Umstellung von der Schulzeit zur 40-Stunden-Woche ist mir auch nicht sonderlich schwer gefallen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich schon seit fünf Jahren an den Wochenenden nebenher im Tortenatelier in Halver und in Radevormwald arbeite. Von daher war ich eine etwas größere Belastung schon gewöhnt.

Bald wirst Du Deine Ausbildung beenden – wir vermuten „erfolgreich“! Wie sehen denn Deine Pläne für die Zeit nach der Ausbildung aus? Was möchtest Du in zehn Jahren erreicht haben.

Nina Niederwipper: Momentan tendiere ich zu einem dualen Studium des Internationalen Marketing. Allerdings bin ich noch auf der Suche nach einem passenden Unternehmen, bei dem ich das Ganze absolvieren kann. Fest steht für mich auf jeden Fall, dass ich weiter mit dem Marketing, wenn auch in einer etwas breiteren Ausrichtung, verbunden bleiben möchte. Und ja, ich habe schon Pläne für die Zukunft: Ich möchte nämlich gerne einmal Geschäftsführerin werden (lacht!). Dazu brauche ich neben der fachlichen Qualifikation auch eine profunde Berufserfahrung, die ich mir u.a. mit der dualen Ausbildung erhoffe. Ach ja, und nach Südafrika möchte ich auch unbedingt noch einmal. Das Nashorn hatte nämlich beim letzten Mal „schlechte Laune“.

Vielen Dank für dieses Gespräch, Nina. Wir wünschen Dir viel Glück für Deine Prüfung und weiterhin viel Erfolg.

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Informationen zu Ausbildungsberufen in Unternehmen der Turck Gruppe

Die Werner Turck in Halver bildet jedes Jahr zahlreiche Azubis in verschiedenen gewerblichen und kaufmännischen Berufen aus.
Eine vollständige Übersicht gibt es hier [...]

Die Broschüre „Ausbildung und Studium“ der Turck Unternehmen lässt sich hier herunterladen [...].

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Bildquelle dieses Beitrags: © Nina Niederwipper, Titelbild unter Verwendung einer Grafik von Adobe Stock

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